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BEAUTY|GUIDEX

THE INTERNATIONAL GUIDE OF EXCELLENCE:
BEAUTY AND AESTHETICS

BeautyGuide X Interview mit Dr. Dirk Kremer, London, plastischer Chirurg

Dr. Dirk Kremer plastischer Chirurg

Herr Dr. Kremer, zunächst einmal die Frage, die wir hier allen Interviewpartnern stellen: wann und wie kam Ihr Berufswunsch zustande und welche Ausbildung haben Sie?

Mein Berufswunsch kam relativ früh zustande: Mit 15 Jahren habe ich eine Dokumentation über einen plastischen Chirurgen gesehen, der mit seinem kleinen Flugzeug von Dorf zu Dorf in Afrika geflogen ist und Patienten operiert hat. Da ging es natürlich nur um klassische plastische und wiederherstellende Chirurgie und nicht um Facelifts! Die Mischung aus Menschen zu helfen, ein Künstler zu sein und Abenteuer in der Ferne hat mich als Junge den Entschluss fassen lassen, Plastischer Chirurg zu werden. Sicherlich hat geholfen, im Familienstammbaum den Nobelpreisträger Robert Koch zu haben, in meiner Familie ist der Arztberuf schon deshalb Tradition.

Während meiner Ausbildung zum Facharzt für Plastische Chirurgie im Krankenhaus München-Bogenhausen bei Prof. Dr. Wolfgang Mühlbauer verbrachte ich viel Zeit auf der Intensivstation für Schwerbrandverletzte und wurde beauftragt mit der Züchtung von humanem Hautgewebe zur Transplantation unserer Patienten. Durch meine eperimentelle Doktorarbeit, die sich mit dem Tissue-Engineering von humanem Knorpelgewebe beschäftigt, war ich für diese zusätzliche Aufgabe während meiner Klinikzeit prädestiniert. Nach meinem Facharzt in 2003 verbrachte ich ein knappes Jahr mit (den für mich besten) Plastischen Chirurgen in Los Angeles und New York. In München eröffnete ich nach meiner Rückkehr eine eigene Praxis, allerdings zog es mich weiter: seit 2009 betreibe ich eine Praxis in der weltberühmten Harley Street in London.

Was raten Sie jungen Kollegen, die mit dem Gedanken spielen, plastischer Chirurg zu werden? Wohin sollen sie sich wenden?

Sicherlich ist es gut, einen starken Willen zu haben. Die Ausbildungsplätze zum Facharzt für Plastische Chirurgie sind verglichen mit der Nachfrage immer noch rar. Zudem: Die kosmetische Chirurgie wird man kaum oder zumindest nur als kleinen Teilbereich der Grundausbildung lernen. Nach dem Facharzt sollte man sich auf den Bereich in der Plastischen Chirurgie spezialisieren, in welchem man sich selbst als talentiert empfindet. Eine anschließende Fellowship bei einem ausschließlich kosmetischen Chirurgen ist da sehr zu empfehlen. Mich hat wesentlich meine Zeit in den USA geprägt, allerdings habe ich die sehr modernen Techniken aus den USA an das europäische Schönheitsempfinden angepasst.

Sie praktizieren schon etliche Jahre und in verschiedenen Ländern (USA, UK, Deutschland, Dubai). Gibt es Unterschiede im Beauty-Ideal zwischen den verschiedenen Ländern?

Sicherlich gibt es unterschiedliche Schönheitsideale weltweit. Sehr auffallend ist der Unterschied zwischen den USA und Europa. Während hier in UK- und auch dem Rest Europas- ein natürliches Ergebnis angestrebt wird, ist es in den USA gesellschaftlich angesehen, dass man sich operieren lässt und es letztendlich auch sichtbar ist. Die Brust wird groesser, das Gesicht straffer und die Nase kleiner als in Europa. Aber selbst innerhalb der USA gibt es Unterschiede im Schönheitsideal: Eine Studie bewies, dass an der Westküste größere Brüste erwünscht sind, als an der Ostküste. In den arabischen Laendern wird auch gerne übertrieben: als ein Beauty-Ideal gilt die amerikanische Kardashian-Familie mit ihren hochgezogenen Augenbrauen, üppigen Brüsten, kleinen Nasen und natürlich Kim’s oder JLo’s Po. Natürlich sind das Verallgemeinerungen und es gibt auch in Dubai Patienten mit dem Wunsch nach einem möglichst natürlichen Ergebnis, weswegen sicherlich meine Patienten auch einen deutschen Chirurgen auswählen.

Welches sind Ihre Hauptgebiete?

Ich habe mich in den letzten Jahren weitgehend auf Facial Rejuvenation spezialisiert. Meine spezielle Augenlidstraffung, das TBT-Eyelift, ist von meinen Patienten hier in London sehr gut angenommen worden, was mir letztlich einen Platz in der alljährlichen ‚best UK surgeon‘-Liste des Traditionsmagazins ‚Tatler‘ eingebracht hat. (TBT steht für turn back time, Anm. der Redaktion). Es folgten zwei weitere Platzierungen in der ‚best UK surgeon‘-Liste für die TBT-Lifts Hals und Gesicht. Das amerikanische W Magazine erklärte mich zum weltweiten Halslift-Spezialisten.

Natürlich kann ich meinen Patienten das breite Spektrum der kosmetischen Chirurgie am gesamten Körper Patienten anbieten. In diesem Bereich habe ich mich mit meiner ‚split-muscle Brustvergroesserung‘ als Spezialist in London positionieren können.

Eine provokante Frage: Ist in der Zeit verstärkter Liquid-Lifts und Fadenliftings ein Facelift per Skalpell überhaupt noch „up-to-date“? 

Nun, die Frage ist keineswegs provokant, zeigt aber, dass hier sicherlich eine Verunsicherung der Patienten vorherrscht. Jedes Lifting hat seine Berechtigung, wenn die Indikation richtig gestellt wurde. Zeigen sich erste Anzeichen des Alterns, kann man sicherlich mit dem non-invasivem Liquidlift schöne Ergebnisse erzielen. Allerdings sind diese Resultate nur vorübergehend, sodass die Behandlung regelmäßig wiederholt werden sollte. Auch werden die Altersmerkmale, die aus absackendem Gesichtsfett resultieren, lediglich kaschiert. Das Fadenlift kann auch hervorragende Ergebnisse erzielen, ist allerdings mehr schlaffe Haut vorhanden, müssen auch hier zusätzliche Schnitte um das Ohr platziert werden. Für Patienten mir wenig Gesichtsfett eignen sie sich nicht. Die Haltbarkeit des Ergebnisses ist länger als nach dem Liquid-Lift, allerdings selten über mehrere Jahre. Auch hier muss das Lifting wiederholt werden. Für Patienten, die Fremdkörper in ihrem Gesicht grundsätzlich ablehnen, ist das Faden-Lifting nicht geeignet. Ab einer gewissen Alterung des Gesichtes sind das Liquid- und das Faden-Lifting gänzlich ungeeignet, um ein weitgehend natürliches Ergebnis zu erzielen. Es werden übermäßig große Mengen an Fillern benötigt, um das absackende Haut- und Fettgewebe des Gesichtes zu füllen und damit anzuheben. Das Ergebnis sind oftmals die übervollen, katzenartigen Gesichter, die der kosmetischen Chirurgie einen fraglichen Ruf in der Öffentlichkeit beschert. Hier hilft nur ein modernes operatives Facelift mit dem Ziel, nicht die Symptome (Falten) um jeden Preis auszumerzen, was lediglich in einem überstrafften und unnatürlichem Ergebnis resultiert, sondern während der mehrstündigen OP das abgesackte Gesichtsfett und die Haut wieder so zu drapieren, wie es in unserer Jugendzeit war. Das erzielte Ergebnis hält viele Jahre an, an eine Wiederholung des Eingriffes ist nicht vor 10 Jahren zu rechnen.

Wagen Sie für uns bitte einen Ausblick in die ästhetische Medizin? Wie wird sie sich weiter entwickeln?

Kosmetische Eingriffe – ob invasiv oder nicht-invasiv – werden immer mehr mit den richtigen Pflegeprodukten kombiniert werden. ‚Creams go smarter‘, wie ich zu sagen pflege und sie können wesentlich zu einer aufgeschobenen Gesichtsalterung beitragen. Die richtige Kombination von high-tech skin care Produkten wird den Zeitpunkt herausschieben, an dem wir zu kosmetischen Eingriffen greifen werden müssen. Ich selber habe mich seit meiner Zeit der Hautzüchtung in meinen Klinik-Jahren eingehend mit Skincare beschäftigt und für meine Patienten eine Pflegelinie entwickelt, die fester Bestandteil meiner jüngeren sowie älteren Patienten geworden ist.

BeautyGuide X Interview mit Nicolas Hanke, Nationaler Trainingmanager, Sisley Paris

Nicolas Hanke Firma Sisley

Herr Hanke, die eigene Vorstellung vom Traumberuf (Nationaler Training-Manager) ändert sich immer wieder. Wann haben Sie sich für diesen Berufszweig entschieden?

Ich habe mich bereits sehr früh, ich war Anfang 20, für diese wundervolle Branche entschieden. Mein Weg zu meinem jetzigen Berufsbild hat allerdings über mehrere Etappen geführt. Das hat damit zu tun, dass man “Training-Manager“ nicht einfach so lernen kann. Das Know-How dazu muss man sich vielfältig erarbeiten und dann stetig weiterentwickeln.

Gab es ein besonderes Erlebnis, welches Sie auf diese Schiene gebracht hat?

Ja, meine schlimme Haut! Mit Anfang 20 hatte ich leider immer noch große pubertäre Hautprobleme. Kein Arzt konnte mir helfen und somit suchte ich mein Heil in der Kosmetik. Meine Hautprobleme wurde ich recht schnell los und entwickelte große Begeisterung und Leidenschaft für diese Branche.

Erfolg im Beruf hängt vielen Faktoren ab: Welche Tipps würden sie jungen Menschen geben, die vorhaben, in dieser Sparte tätig zu werden? Gibt es ein paar Dinge, die Sie ihnen mit auf den Weg geben möchten?

Als Grundvoraussetzung denke ich, gehört eine große Portion Leidenschaft dazu. Identifikation mit dem Unternehmen und der Unternehmensphilosophie ist sehr wichtig, um authentisch zu  arbeiten. Diese Authentizität ist es, die andere berührt und begeistert und darauf kommt es bei jeder Form von Trainingsarbeit an. Da man stets mit anderen Menschen beziehungsweise für andere Menschen arbeitet, ist ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit und Empathie ein wichtiges Rüstzeug. Wenn diese Parameter stimmen, fällt es nicht schwer, das nötige fachliche Know-Kow zu entwickeln.

Im Bereich Anti-Aging sind immer wieder neue Trends zu verzeichnen: Was verlangen Ihre Kunden aktuell am häufigsten von Ihnen und welche Produkte und Behandlungen sind Dauerbrenner?

Unsere Kunden erwarten mehr denn je Hochleistungs-Anti-Aging Produkte, die aber auch gelichzeitig den jeweiligen Hauttyp berücksichtigen. Ein noch so fantastisches Anti-Aging Produkt, das bedingt durch seine Textur kein komfortables Hautgefühl garantiert und eine weitere Creme oder Serum erfordert, lehnen viele Verbraucher mittlerweile ab.

Sisley hat 1999 die Anti-Aging Creme „Sisleÿa Global“ lanciert. Vom ersten Tag an haben unsere Kunden dieses Produkt außerordentlich geschätzt und weltweit wurde diese Creme zu einem Mythos. In den letzten Jahren hat man in der Altersforschung, der Genetik etc. neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen, die dazu geführt haben, dass dieses Erfolgsprodukt reformuliert und auf den neuesten „Anti-Aging Stand“ gebracht wurde. Anfang dieses Jahres hat Sisley dann die neue Anti-Aging Creme „Sisleÿa-Integral“ auf den Markt gebracht. Durch die neue Anti-Aging Strategie von „Sisleÿa-Integral“ fühlten sich noch mehr Verbraucher angesprochen, Handels- und Verbraucherfeedbacks können positiver nicht sein.

Daneben ist ein weiterer Dauerbrenner unseres Sortiments „Emulsion Ecologique“. Dieses Produkt ist im wahrsten Sinne des Wortes ein absolutes „must have“. Sensorisch ein absoluter Hochgenuss optimiert diese seidige Emulsion die Widerstandskraft und stärkt die feuchtigkeitsbindenden Komponenten jeder Haut.

Welchen Trend können Sie im Bereich der Forschung rund um das Thema Anti-Aging erkennen?

Ein sehr deutlicher Trend ist der Wunsch vieler Verbraucher nach botanischen Anti-Aging Aktivstoffen. Für Sisley ist das allerdings kein Trend, da wir seit Firmengründung 1976 auf der Kraft und Zuverlässigkeit botanischer Aktivstoffe unser gesamtes Hautpflegekonzept aufgebaut haben. Daher steht mittlerweile seit 40 Jahren der Name Sisley weltweit für botanische High-End Anti-Aging Produkte.

Der genetische Alterungsprozeß ist seit einigen Jahren ebenfalls ein deutlicher Trend. Dank der mittlerweile fast 100%igen Entschlüsselung des menschlichen Gen-Codes können nun auch kosmetische Maßnahmen ergriffen werden, die sich auch an den genetisch vorprogrammierten Alterungsprozeß unserer Haut wenden. Dieses Thema ist im Besonderen für die Personen interessant, die über chirurgische Anti-Aging Maßnahmen nachdenken. Hier kann Sisley mit seinen, mit internationalen Auszeichnungen hochdekorierten Produkten
All-Day-All-Year“ und „Supremÿa“ pre- und postoperativ effektive kosmetische Lösungen anbieten.

Der momentan aktuellste kosmetische Schritt ist der Kampf gegen die verhaltensbedingte Hautalterung. Heute weiß man nicht nur, dass manches Verhalten, wie Stress, exzessive Sonnenbäder, Zigaretten und unausgewogene Ernährung das Altern der Haut beschleunigt. Heute weiß man ganz genau warum das so ist und welche Mechanismen der Haut im Besonderen darunter leiden. Die zu Grunde liegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse haben zur Entwicklung der bereits erwähnten neuen Anti-Aging Creme „Sisleÿa-Integral“ geführt. Das Leistungsspektrum dieser innovativen Anti-Aging Pflege kann man als drei-dimensional bezeichnen, da sie gegen den umweltbedingten, den genetischen und den verhaltensbedingten Alterungsprozeß der Haut arbeitet und dadurch den Zell-Legbenszyklus optimiert.

Unterscheiden sich die Anforderungen der Kunden heute von denen früherer Zeiten?

Was die kosmetische Leistung betrifft, eigentlich nicht! Ich sage das jetzt bewusst ganz einfach: Mit Kosmetik will jeder einfach nur jünger und besser aussehen…  nicht mehr und nicht weniger!
Allerdings legen die Verbraucher heute nicht nur Wert auf zuverlässige kosmetische Leistungen und Effektivität, sondern mehr denn je auf unbedenkliche Inhaltsstoffe. Daher lässt Sisley seine Produkte stets von einem unabhängigen französischen Institut für klinische Analysen auf Bedenkenlosigkeit und Effektivität testen.

Werden heute andere Produkte / Behandlungen verlangt als noch vor wenigen Jahren?

Die Zielgruppe für Anti-Aging Produkte hat sich verändert. Früher kauften vor allem Verbraucher ab 40 Jahren aufwärts Anti-Aging Produkte. Das ist seit einigen Jahren nicht mehr so. Mittlerweile verlangen viele Verbraucher, die deutlich unter 30 Jahren alt sind, nach Anti-Aging Produkten. Der Begriff „Anti-Aging“ wird mittlerweile vor allem von jüngeren Verbrauchern richtig verstanden. Schließlich bedeutet „Anti-Aging“ in erster Linie Prävention! Für die jungen Leute hat Sisley mit „Sisleyouth“ genau das Richtige, um das jugendliche Aussehen junger Haut für möglichst lange Zeit optimal zu bewahren.